Rassenstandard

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Die Golden Retriever gehören in vielen Ländern zu den beliebtesten Hunderassen. Trotzdem machen sie keine Schlagzeilen: Sie sind weder die Größten noch die Schwersten. Sie sind nicht die Schnellsten und auch nicht die Wachsamsten. Dennoch mischen sie überall mit: als Spezialisten bei der Jagd, als zuverlässige Blindenführhunde, als unbestechliche Schnüffler für Zoll und Kripo, als Lawinen- und Sprengstoffsuchhunde und nervenstarke Retter von Erdbebenopfern.

Wie alle Retriever, so wurde auch der Golden Retriever als Jagdhund gezüchtet. Bei der Wasserarbeit ist dieser Retriever in seinem Element, aber auch in Feld und Flur ist er unschlagbar: Er zeigt eine verlässliche, ausdauernde Suche und ist ein eifriger, durch nichts ablenkbarer Apporteur. Da er bei der Jagd oft mit anderen Hunden zusammen eingesetzt wird, legt man auf sanftes Wesen und Verträglichkeit mit Artgenossen besonders großen Wert. Jegliche Form von Aggressivität, Kampftrieb, Ängstlichkeit und Nervosität sind unerwünscht. Der Golden Retriever besticht durch sein starkes Bedürfnis, dem Führer Freude zu bereiten ("will to please"), und durch seine Leichtführigkeit. Er ist temperamentvoll und trotzdem sehr anpassungsfähig. Nicht zuletzt verdankt er diesen Wesensmerkmalen seine große Beliebtheit auch als Familienhund.

F.C.I. Rassenstandart des Golden Retrievers


Golden Retriever
  FCI - Standard Nr. 111 / 03. 02. 2010 / D
  Übersetzung: Uwe H. Fischer.

Ursprung:
  Großbritannien

Datum der Publikation des gültigen Original-Standards:
  28.07.2009

Verwendung:
  Apportierhund für die Flintenjagd.

Klassifikation FCI:
 Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde.
 Sektion 1 Apportierhunde.
 Mit Arbeitsprüfung.

Allgemeines Erscheinungsbild:
 Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck.

Verhalten / Charakter (Wesen):
 Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu arbeiten. Freundlich, liebenswürdig und zutraulich.

Kopf: 

Proportioniert und wohlgeformt.
 

Oberkopf

   Schädel: Breit ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend.
   Stop: Ausgeprägt.


Gesichtsschädel
    Nasenschwamm: Vorzugsweise schwarz.
    Fang: Kräftig, breit und tief, von annähernd gleicher Länge wie der Schädel vom Stop zum Hinterhauptbein.
    Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
    Augen: Dunkelbraun, weit voneinander angesetzt, dunkle Lidränder.
    Behang: Mittelgroß, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt.

Hals:
Von guter Länge, trocken und muskulös.

Körper:
 Harmonisch.
   Rücken: Gerade obere Linie.
   Lenden: Kräftig, muskulös, kurz.
   Brust: Tiefer Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt.

Rute:
In Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend. Ohne Biegung am Rutenende.

Gliedmaßen
    Vorderhand:
    Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen.
     Schultern: Gut zurückliegend, langes Schulterblatt.
     Oberarm: Gleich lang wie das Schulterblatt; dadurch Läufe gut unter den Rumpf gestellt.
     Ellenbogen: Gut anliegend.
    Vorderpfoten: Rund, Katzenpfoten.

    Hinterhand:
     Läufe kräftig und muskulös.
     Knie: Gut gewinkelt.
     Unterschenkel: Von guter Länge.
     Sprunggelenke: Gut gewinkelt, tief angesetzt. Von hinten betrachtet gerade, nicht ein- oder ausgedreht. Kuhhessigkeit in höchstem Grade unerwünscht.
    Pfoten: Rund, Katzenpfoten.

Gangwerk:
Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vorder- und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei ohne Anzeichen von Steppen (Hochheben der Vorderläufe).

Haarkleid
 Haar:
Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte wasserabstoßende Unterwolle.
 Farbe:
Jede Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch mahagoni. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust, sind zulässig.

Größe:
 Widerristhöhe: Rüden 56 - 61 cm ; Hündinnen 51 - 56 cm.

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen, zu beachten ist.

Disqualifizierende Fehler:
Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqalifiziert werden.